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Abspann

Huhu ohje verzeiht, dass ich mich ja ewig nicht gemeldet habe! Es ist natürlich viel passiert hier und die Zeit ist so gerast... ich weiß gar nicht, wo die letzten Wochen geblieben sind. Heute ist nun schon Samstag der 8. Juni und in 11 Tagen sitze ich schon wieder im Flieger nach Hause. Ich freue mich schon sehr, denn irgendwie ist meine Zeit hier abgelaufen. Aber alles der Reihe nach, jedenfalls mehr oder weniger. Ich habe bis zum 31.Mai noch in der Ashanti Lodge gearbeitet und dort also ganze 3 Monate an der Rezeption verbracht. Ich hatte eine wunderbare Zeit dort und mir ist der Abschied echt schwer gefallen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf des Praktikums und total glücklich, dass ich diese Zeit hier hatte! Mein Englisch hat sich sehr verbessert und das ist natürlich ein weiterer toller Nebeneffekt meiner Kapstadt-Reise. Also es hat sich rundum gelohnt hierher zukommen und ich bereue gar nichts! Jetzt freue ich mich noch mehr auf mein bevorstehendes Studium, bin unheimlich motiviert und zufrieden, denn das Arbeiten im Hostel war ein sehr guter Einstieg in dieses Berufsfeld. Im April ist es dann übrigens passiert und eine Mitbewohnerin und ich wurden auf dem Heimweg von meiner Arbeit überfallen. War wahrscheinlich längst überfällig, denn im Nachhinein hat man uns dann auch gesagt, dass es absolut leichtsinnig sei, diesen Weg zu Fuß zu gehen! Na schön, das hätte man mir auch mal früher sagen können! Schließlich bin ich dort jeden Tag auf entlang gegangen und hatte anscheinend immer einen äußerst fleißigen Schutzengel ! Aber wir sind mit einem Schrecken davon gekommen und haben die Lehre daraus gezogen, in Zukunft lieber ein Taxi oder aber den Bus zu nehmen. Bei diesem einen Zwischenfall ist es glücklicherweise geblieben und meine letzten Wochen in der Ashanti Lodge konnte ich genießen! Abseits der Arbeit ist auch ganz schön Alltag eingekehrt in unserem Studenthouse, aber das ist auch gut so, denn schließlich leben wir hier zumindest für 4 Monate und sind keine Dauer-Touristen. Wir waren noch einige Male auf den Lionshead klettern, das war quasi unser sonntäglicher Ausflug. Das macht wirklich Spaß und ist eine supi sportliche Betätigung. Das Wetter hier in Kapstadt ist an 5 von 7 Wochentagen sehr gut und man sagt uns, dass wir echt Glück hätten, denn normalerweise sei es zu dieser Jahreszeit überwiegend regnerisch und trüb. Also so lässt sich gut leben Am ersten Juni-Wochenende sind wir alle umgezogen! Unsere Organisation hat ein neues Studenthouse angemietet und so haben wir alle unsere Koffer gepackt und sind aus Walmer Estate fort gezogen. Nun wohnen wir circa 20 Autobahn-Minuten von Kapstadt entfernt in einer kleinen Studentenstadt namens Rondebosch. Unser Haus hier ist unglaublich luxuriös und durchaus übertrieben als Studenthouse für Freiwillige. Es handelt sich um eine Villa mit Pool und Hightech-Sicherung. Dieses Haus wird uns von einem sehr reichen Kapstädter vermietet und er möchte durch die relativ niedrige Miete, seine Dankbarkeit bzw. Anerkennung für unsere Arbeit (ähm also nicht direkt für meine Arbeit im Hostel, sondern für das Engagement meiner Mitbewohner in den sozialen Einrichtungen im Township) zum Ausdruck bringen! Ja so kommen wir also in den Genuss dieser Bachelor-Villa.... Für die letzte Woche hier werde ich noch in einen After-School-Club gehen. Dies ist ein Ort, der Kindern aus den Townships zumindest tagsüber und überwiegend nach der Schule ein geschützten Raum zum Spielen, Essen und Lernen bietet. Ursprünglich war geplant, dass ich in einem Kinderkrankenhaus als Spielgefährte arbeite, aber da dort momentan ein wahrer "Volunteer-Überschuss" besteht, habe ich mich nach einer anderen Möglichkeit umgesehen und in dem After-School-Club eine sinnvolle Alternative gefunden. Ich bin sehr froh, dass ich zumindest noch eine Woche lang etwas soziales Engagement hier zeigen kann und Zeit auf der weniger glänzenden Seite Südafrikas verbringen kann. So, vermutlich werde ich mich vor meinem Heimflug am 19.6. nicht mehr melden und darum: Ich freue mich auf euch und darauf euch in den nächsten Wochen wiederzusehen Bis bald, eure Jorina
8.6.13 15:37


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Gleichheit und Gerechtigkeit? keine Spur!

Heute möchte ich euch ein bisschen davon berichten, wie das Leben hier in meinen Augen wirklich ist und was das Leben in Südafrika ausmacht. Ich bin ja jetzt 6 Wochen hier und glaube, dass ich es mir nun erlauben kann, auch öffentlich etwas zu beurteilen, was ich täglich erlebe und beobachte. Einer meiner ersten Eindrücke war, dass der Unterschied zwischen "Arm und Reich" enorm ist und sich meist leider auch in "Schwarz und Weiß" wiederspiegelt. Dieser Eindruck hat sich leider bis heute nicht verändert! Es trifft mich sehr, dass ich bis heute vielleicht nur 2-3 "Ausnahmen" erlebt habe und stimmt mich traurig, dass diese "Rollenverteilung" von den Menschen hier nahezu ausnahmslos akzeptiert wird. Eine dieser "Ausnahmen" war ein Bankchef, dem ich begegnet bin, als meine Kreditkarte nicht wieder ausgegeben wurde. Er war ein "Coloured". Eine andere Situation war in einem Fastfood Restaurant einer bekannten Fastfoodkette. Die offensichtliche Personalchefin war ebenfalls eine "Coloured". Aber leider waren das auch schon die Situationen, in denen ich gedacht habe, "Mensch, hier hat sich seit dem Ende der Apartheit echt etwas getan". Absoult vorherrschend ist nach wie vor die Gegebenheit, dass die gut bezahlten und angesehenen Berufe und Jobs den "Weißen" vorbehalten sind und die Tätigkeiten, die entweder schmutzig, körperlich sehr anstrengend oder vermeintlich "einfach" sind, von "Schwarzen" ausgeübt werden. Ich kann dafür ein ganz einfaches Beispiel bringen! 100% der Hausmädchen und Putzfrauen bei uns sind "Schwarze", während unsere Rezeption zu 6/8 mit "Weißen" besetzt ist, die Hostelmanagerin und Eigentümerin "natürlich" auch "Weiße" ist und die Stelle am Traveldesk und an der Reservierung ebenfalls von "Weißen" besetzt werden. Nun die 6/8 Mehrheit an der Rezeption mag ja erst einmal recht "ordentlich" klingen... "sind ja immerhin 2 von Schwarze!" aber wenn ich euch nun sage, welche Schichten diese 2 "Schwarzen" täglich übernehmen, bestätigt das meinen Eindruck aufs Neue. Sie arbeiten nämlich beide ausschließlich die Nachtschicht und zwar immer im Wechsel. Nachtschicht bedeutet von 21h bis 7:30h in der Früh! Unser Hostel ist nur ein kleines und unscheinbares Beispiel und es gibt noch viel brisantere Beispiele. Aber ich hoffe, dass ihr versteht, wie ich es also täglich schon alleine bei der Arbeit erlebe. Ihr seid euch sicher alle bewusst, dass dieses Land hier einiges bewältigen muss, denn das Ende der Apartheit liegt erst knapp 10 Jahre zurück und es eine große Aufgabe ist, überhaupt annähernd Gleichheit und Gerechtigkeit zu schaffen (ganz davon zu schweigen, dass wir das in Deutschland auch noch nicht erreicht haben!) und eine furchtbare Zeit der Rassentrennung zu verarbeiten - aber ich habe hier irgendwie das Gefühl, dass Südafrika stagniert. Und es nicht voran geht. Ich finde das sehr bedenklich, denn es gibt so viele Möglichkeiten genau diesem Straßenbild entgegen zu wirken! Das dies nicht vom einen auf den anderen Tag klappt, ist mir klar, doch auch Ansätze hierzu vermisse ich sehr! Ich bin auch verwundert, dass die jungen Leute, die in Südafrika leben so wenig dagegen zu unternehmen scheinen, stattdessen wirkt es so, als nähmen sie es einfach so hin. Ist ja auch bequemer... Natürlich! Sehr, sehr schade und traurig! Ich bin gespannt und erwartungsvoll, was Südafrika aus seiner Lage macht! Und ob es endlich einen Staat bildet, der nicht primär durch "die Verschiedenheit der Hautfarben und Geldbeuteln" gekennzeichnet ist, sondern an einem Strang zieht und die hier bestehenden Probleme gemeinsam anpackt und zu lösen versucht. Zum Township-Tag möchte ich gerne noch einen Nachtrag machen: in meinem Blog wirkt es so, als ließe mich diese Erfahrung kalt und das Schicksal dieser Township-Bewohner träfe mich gar nicht! Das ist ganz und gar nicht so! Ich habe diesen Blog verfasst und war noch zu enttäuscht vom Hergang unsere Tour. Denn diese Tour verlief ganz und gar nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Wir haben kaum einen richtigen Eindruck vermittelt bekommen, konnten nicht wirklich mit den Bewohnern sprechen und Lebens-Geschichten von ihnen hören. Vielmehr war es so, dass wir in das besagte Zentrum geführt wurden und anschließend einen "Spaziergang" durch ein Wohngebiet gemacht haben. Folglich kann ich euch leider nichts berichten, was mir begegnet ist oder wie ich diese Begegnungen empfunden hätte. Ich hoffe, dass ihr nun versteht wie es zu diesem Township-Blogeintrag kam! Bis bald und genießt den anscheinend endlich anzukommenden Frühling
12.4.13 23:39


hallo April


Hey

ich hoffe, dass ihr alle schoene Ostern hattet und das es euch gut geht!

Meine Ostern waren sonnig, sandig und pinguinig. Wir sind naemlich am Ostersonntag mit dem Zug nach Simonstown gefahren, um dort in ein Pinguinzentrum zu gehen. Also war es rundum ein schoener Nachmittag! Wir waren wirklich nah an den Pinguinen dran, denn man kann dort an einem Strand gehen und mit den Pinguinen zusammen baden und Sonne tanken. A propos Sonne, die gibt es hier noch immer reichlich! Heute zum Beispiel werden wir mit 26 Grad und wolkenlosem blauen Himmel verwoehnt

Ich moechte euch noch etwas erzaehlen: und zwar von unserer Township-Tour. Am Samstag sind wir morgens mit einem Bus losgefahren, um die umliegenden Townships zu sehen und die Bewohner kennen zu lernen. Wenn ihr nun davon ausgeht, dass wir in ein "extrem armes" Township gefahren sind.. nein das sind wir nicht, denn das ist wirklich viel zu gefaehrlich! Unsere "Gastmuddi" hier hat uns dann erzaehlt, dass in einem "sehr armen" Township hier bei Kapstadt, Ende 2012 ein Touristen-Paar erstochen wurde. Weiter erzaehlte man uns, dass man bei Leibe nicht "zu tief" in die Townships gehen darf, denn die Situation dort werde sehr, sehr unterschaetzt! Jedes Township hat seine eigenen Gesetze, so ist uns zum Beispiel gleich aufgefallen, dass die Haeuser und Grundstuecke dort ueberhaupt nicht mit Stacheldraht und Gittern gesichert sind, unser Studenthouse dagegen gleicht ja einem Hochsicherheitsgefaengnis..Der Grund dafuer, dass in den Townships keine derartigen "Sicherungen" zu finden sind ist der, dass dort wie gesagt eine eigene "Rechtsprechung" herrscht und dort zb. fuer Diebstahl oder Einbruch die Todesstrafe durch Verbrennen angesetzt ist.

Unser Weg durch das Township  fuehrte uns auch in ein Zentrum, in dem verschiedene Kurse angeboten werden, bei denen die Bewohner des Townships verschiedene Dinge lernen koennen, um darauf im besten Falle eine berufliche Laufbahn aufzubauen. Trommelkurse werden angeboten, Toepfer-Workshops, eine Grafikwerkstatt gibt es, eine Werkstatt in der Drahtfiguren geformt und mit Perlen bezogen werden... ihr seht, ganz vielfaeltige Moeglichkeiten tun sich auf und dieses Zentrum und die Menschen die dort arbeiten und lernen, haben mich sehr beeindruckt.

Den Abend haben wir dann bei einem Grillfest ausklingen lassen, einem typisch suedafrikanischen Braai.

Machts gut und bis bald

 

4.4.13 18:18


Tafelberg-Wanderung

Huhu ihr Lieben, So das Wochenende neigt sich dem Ende entgegen und ich liege auf dem Bett, der Wind pfeift ums Haus und es ist ziemlich frisch geworden. Oh Gottchen, der Wind ist so stark heute, dass bei uns in der Küche ein Fenster aus dem Rahmen gerissen ist und dann auf der Terasse lag, glücklicherweise ist die Scheibe nicht zu Bruch gegangen und so haben Alida und ich dann getreu dem Motto 'selbst ist die Frau'dieses komplette Fenster mit Tape von Innen am Fensterrahmen befestigt. Ohje wir hoffen mal, dass diese Konstruktion über Nacht hält, denn es ist schon echt kalt hier im Haus und wir laufen alle mit dicken Pullis umher... ungefähr so, wie ihr im kalten Deutschland wohl umherlauft im Moment. Aber nun zum Highlight dieser Woche! Am Donnerstag war ja wie bereits geschrieben der 'Human Rights Day' hier und somit hatten wir frei und haben diesen Tag genutzt, um den Tafelberg zu besteigen. Morgens um halb neun haben wir uns auf den Weg gemacht und sind zum Fuße des Tafelberges gefahren. Wir wählten natürlich den einfacheren Weg und nicht den, bei dem man so richtig an Sprossen hochklettern soll. Schnell stellte sich heraus, dass es wirklich eine kluge Entscheidung war, denn selbst die leichtere Route hatte es ganz schön in sich! Wir sind die gesamten 2 Stunden über ordentliche Steinbrocken geklettert und erstaunlicherweise haben wir bloß 2 Stunden gebraucht. Aber diese 2 Stunden hatten es echt in sich und zwischendurch waren wir echt fix und foxi und haben weder die Oberschenkel, noch die Waden und den Po gefühlt. Aber umso größer war die Freude als wir die letzten Stufen erklommen hatten und man sich dem Himmel so super nah fühlte. Die Aussicht war atemberaubend und auf der einen Seite der Bergspitze schaut man zum Indischen Ozean und auf der anderen Seite sieht man den Atlantischen Ozean, schon allein dafür hat sich der Aufstieg gelohnt! Also wenn ihr mal nach Kapstadt kommt, den Tafelberg zu besteigen würde ich euch absolut ans Herz legen. Hinunter gefahren sind wir mit einer Gondel. Im Anschluss an diese Wahnsinns-Wanderung sind wir mit einer Freundin von hier zu ihr nach Hause gefahren und haben die Seele und die Beine baumeln lassen. Das war voll einfach, denn Paulina wohntin einer Villa in Camps Bay, deeeem Nobel-Vorort Kapstadts. Das ist übrigens der Stadtteil Kapstadts, wo auch der olle RTL 'Bachelor' gedreht wurde. Für einen Nachmittag war dieser Luxus mal nett, aber irgendwie passt das alles für mich nicht hierher! Die Armut hier ist so groß und es ist bedrückend, erschreckend und traurig zu wissen, dass hier anscheinend noch immer 'Ausläufer der Apartheit' alltäglich sind und sich, so habe ich oft das Gefühl, wenig Menschen darum kümmern. Jetzt am Samstag und Sonntag war ich arbeiten, dem entsprechend müde bin ich heute. Bei der Arbeit läuft alles nach wie vor super und ich bin so froh, dass ich in diesem Hostel ein Praktikum machen kann. Mein Englisch ist schon viel, viel besser geworden und ich bin schon von 4 Hostel-Gästen gefragt worden, ob ich denn auch in Kapstadt geboren sei. Als ich dann gesagt habe, dass ich aus Deutschland komme und erst seit 3 Wochen hier bin, waren sie doch sehr erstaunt. Heute habe ich dann das erste mal das Cash-Up gemacht und werde nun komplett wie die Festangestellten eingesetzt. So ihr Lieben, bis bald!
24.3.13 21:11


3 Wochen um

Howzit an alle! ich hoffe, dass ihr die ersten warmen Fruehlingssonnenstrahlen genossen habt und dass es so allmaehlich waermer wird bei euch, am besten so warm, wie es hier ist  mir geht es nach wie vor prima hier in Kapstadt! Das Wetter ist meistens phantastisch, bloss an 2 Tagen hat es geregnet, dafuer dann aber echt ordentlich! Heute bin ich genau 3 Wochen hier, die Zeit vergeht schnell und ich erlebe so viel! Aber alles der Reihe nach: In der Ashanti Lodge ist alles supi und ich bin nun gut eingearbeitet und habe voll viel Freude an der Rezeption. Ich habe schon einen eigenen Account fuer das Online-Backpack-Buchungssystem bekommen und arbeite echt selbststaendig und fuehle mich dabei auch echt gut. Ich bin jetzt gerade auch bei der Arbeit und es ist echt wenig los heute, so dass ich genug Zeit habe, den Blog zu schreiben

In den letzten Tagen ist echt viel passiert: Am Samstag Abend war hier Karneval und das war so toll! Ein ganzes Viertel von Kapstadt hat sich in eine bunte Partymeile verwandelt und es war mit die beste Nacht, die ich bis jetzt hier hatte! Am Sonntag ist dann leider eine Mitbewohnerin, mit der ich mich echt gut verstanden habe, abgereist und deshalb haben wir zum Abschied einen grossen Braai veranstaltet. Ein Braai ist ein typisch suedafrikanisches Grillen und es wird so richtig gemaechlich und gemuetlich beisammen gesessen, gegessen und getrunken.

Am Montag hatte ich Fruehschicht und bin nachmittags mit Maria zusammen an den Hafen gefahren, um dort ein bisschen zu bummeln und die Open-Air-Konzerte zu hoeren. Am Dienstag hatten Maria und ich frei und so sind wir zusammen zum Clifton 4, einem sehr schoenen Strand, gelaufen. Der Weg zu diesem Strand dauert zu Fuss knapp 3 Stunden und so waren wir echt froh, als wir uns endlich abkuehlen konnten. Gemeinsam mit 2 Freunden aus unserem Studenthouse sind wir anschliessend zu einem tollen kleinen Kunstmarkt gefahren. Tja und heute ist nun Mittwoch und ich bin gerade bei der Arbeit, habe Nachmittagsschicht und freue mich ganz arg auf morgen! Denn morgen haben wir frei hier, es ist naemlich der Human Rights Day! Wir werden morgen auf den Tafelberg wandern und ich bin schon so gespannt, wie lange wir brauchen und natuerlich kann ich die Aussicht auch kaum erwarten! Neulich waren wir auf dem Signal Hill zum Sonnenuntergangs-Picknick und die Aussicht war atemberaubend!

 Naechste Woche werden wir in ein Township fahren und ich bin sehr froh, dass wir das tun! Ich habe naemlich leider bisher ueberwiegend die "schoenen und schmucken" Gegenden von Kapstadt gesehen und bin oft sehr erschrocken darueber, wie enorm die Unterschiede hier zwischen Arm und Reich sind. Und was mich noch mehr beschaeftigt ist, dass sich diese Unterschiede meist auch auf "Weiss und Schwarz" beziehen und ich erwartet hatte, dass genau diese Denkweise nicht mehr so praesent ist hier in Suedafrika! Leider belehren mich meine taeglichen Beobachtungen immer wieder eines anderen und es ist erschreckend anzusehen, wie wenig es viele der hier lebenden "Weissen" zu interessieren scheint!

Bis bald

20.3.13 16:33


ordentliche 34 Grad

Tag 11 in Kapstadt neigt sich dem Ende entgegen und ein mega entspannter Tag liegt hinter mir. Ich hatte heute frei weil ich am Samstag und Sonntag gearbeitet habe, morgen früh muss ich aber wieder los. Von 7 Tagen arbeite ich immer 4, die anderen 3 habe ich frei. Hahaha ich habe mir extra um zur Arbeit zu kommen eine Dauerkarte für den Bus hier gekauft, aber leider hält sich irgendwie kein Busfahrer an die vorgegebenen Zeiten und so stand ich heute früh mal wieder 25 Minuten an der Bushaltestelle, weil ja irgendwann ein Bus kommen könnte. Es kam dann auch einer und ich bin in die Stadt gefahren und zur Waterfront gegangen, um dort mit einer anderen Praktikantin den freien Vormittag gemeinsam zu vershoppen. Aber Mami, Papi ich habe wirklich nicht viel ausgegeben!!! Beim Bummeln durch diese Shoppingmall wird einem mal wieder bewusst, wie groß die Unterschiede zwischen Arm und Reich hier in Südafrika sind! Und ich habe mich überhaupt nicht mehr wohl gefühlt, als wir die Waterfront verlassen haben und am Eingang eine Frau mit ihrem Baby hockte und wir alle unseren vollen Einkaufstüten an ihr vorbei trugen. Hier in Kapstadt gibt es so eine inoffizielle "Regel": Wenn man im Restaurant nicht aufgegessen hat, bittet man den Kellner, dass er einen "Doggybag" vorbereitet. Diese "Reste-Tüte" nimmt man dann mit und kann sie auf der Straße einem Bedürftigen geben. Wir haben das neulich das erste Mal gemacht und der Mann hat sich wirklich sehr gefreut. Diese Art der Unterstützung finde ich sehr gut, denn letzendlich hilft es vielen Obdachlosen nicht, wenn man ihnen Geld gibt, da die Zahl der schwer Drogenabhängigen sehr, sehr hoch ist. Nun aber zurück zu heute... nach dem Vormittag in der Waterfront sind wir mit meinen Mitbewohnern an den Strand gegangen und haben dort den ganzen Nachmittag verbracht. Das war so schön und supi entspannend! Zurück gefahren sind wir mit den Minibussen und haben dann zusammen Curryreis und Hühnchen gekocht. Jetzt liege ich im Bett, es ist kurz vor elf und ich wünsche euch allen eine gute Nacht!
11.3.13 21:46


die Sache mit der Kriminalität

Boah und noch etwas zur Sicherheit, das ist echt krass hier. Meine Mitbewohner haben am Montag Morgen auf dem Weg zur Arbeit gesehen, wie jemand erschossen auf dem Bürgersteig lag und die Polizei versucht hat den Tatort abzusichern. Also so ganz ohne ist's hier nicht... Wir im Studenthouse hier müssen die Tür immer absperren, auch dann wenn wir im Haus sind. Das ist hier ein bisschen wie im Hochsicherheitsgefängnis, unsere Haus- und Terassentüren haben zwei Schlösser und davor ist noch eine zusätzliche Gittertür zum Abschließen. Die Fenster sind natürlich auch vergittert und wenn wir aus dem Haus gehen oder nachts schlafen, müssen wir sogar die Zimmertüren absperren und uns einschließen. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist das noch, aber da gewöhnt man sich sicher schnell dran. Auch auf der Grundstücksmauer, die eh schon hoch ist, liegt gerollter Stacheldraht. Das war in Ghana überhaupt nicht so und generell hatte ich dort auch nicht so das Gefühl, dass es so gefährlich sein könne... Ghana und Südafrika sind sowieso komplett unterschiedlich! Hier ist es viel moderner und total multi kulti und nicht so "typisch afrikanisch". Aber ich muss ehrlich sagen, dass nichts über Ghana geht. So für heute wars das erstmal, bis bald und ich schicke euch dick-fett Sonne, hier haben wir absolut genug! Alles Liebe!
6.3.13 17:59


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